Die Jungs von Roast Apple sind mehrfacher Talented-Teilnehmer und die Bundessieger 2014. Als Preis hatte die talentierteste Schülerband Deutschlands die Ehre, auf der internationalen Weltausstellung (Expo Mailand) vor Gästen aus aller Welt zu rocken. Wir konnten die Musiker wenig später interviewen.

Talented: Hallo Roast Apple. Was bedeutet Musik für Euch?

Roast Apple: Musik bedeutet für uns sehr viel: Zum einen, seinen Traum zu verwirklichen, auf großen Bühnen zu stehen, gehört zu werden, Interviews geben zu dürfen oder Geld zu verdienen (lacht). Zum anderen aber auch seine ganz persönlichen Gefühle, Stimmungen oder Dinge, die einen beschäftigen, in einer Kunst darzubieten und mit anderen zu teilen, wie es als Autor oder Dichter zum Beispiel schwierig möglich wäre, da man dort meistens allein arbeitet. Als Band kann man aber zusammen wieder etwas völlig Neues erschaffen, das man sich vorher alleine vielleicht gar nicht vorgestellt hätte.

Talented: Ihr kommt gerade von der Mailänder Bühne. Was waren Eure außergewöhnlichsten und Lieblingsauftritte?

Roast Apple: Das stimmt, Mailand war auch wirklich top, danke nochmal dafür! Um vielleicht ein oder zwei zu nennen: Unser Jahresabschlusskonzert vor beinahe ausverkaufter Hütte im letzten Winter war natürlich ein Highlight, weil wir dort 80 Prozent der Leute gut kannten und einfach mal den ganzen Abend die Sau rauslassen konnten. Dann haben wir ganz tolle Erfahrungen auch auf kleinen Festivals und in kleinen Clubs in Österreich und NRW gesammelt, weil alleine die Fahrten dorthin schon immer Spaß machen. Nach Amrum kommen wir auch immer gerne, ebenso wie Hamburg. Ein „Lowlight“ war vielleicht mal Schleswig, wo wir vor unschlagbaren vier Leuten ein Akustikkonzert gegeben haben, die wir auch noch vorher an der Straße angesprochen haben, aber immerhin sind das Fans für’s Leben, die kommen jetzt nämlich immer wieder und bringen Freunde mit!

Talented: Würdet Ihr anderen Musikern empfehlen, bei Talented teilzunehmen?

Roast Apple: Auf jeden Fall! Es krebst da ja so einiges an Wettbewerben in der deutschen Musiklandschaft herum, viele auch, die gar keine Bedeutung haben oder einem falsche Sachen versprechen! Aber Talented ist da ganz anders, man kann eigentlich nur gewinnen, weil man super Leute kennenlernt, in coolen Clubs spielt und die Chance auf einmalige Preise hat. Eigentlich sind wir auch keine großen Fans von Wettbewerben allgemein, weil Musik eben eine Kunst ist und kein Sport, was soll man da also bewerten? Aber wie gesagt, bei Talented kann man nichts falsch machen, das ist mehr wie eine große Familie, die einen auch (wie bei uns) über Jahre begleitet und man hilft sich natürlich gegenseitig gerne.

Talented: Was hat Euch bei Talented am besten gefallen?

Roast Apple: Talented bemüht sich, den Kontakt zu den Künstlern möglichst lange zu halten, was wirklich eine positive Erscheinung in der kurzlebigen Welt des Musikbusiness ist. Und da immer eng mit den Schülervertretungen der Schulen zusammengearbeitet wird, ist die Bude auch meist sehr voll, was ja gerade für Anfänger schon mal eine nette Erfahrung ist.

Talented: Was hat es Euch gebracht, bei Talented teilzunehmen?

Roast Apple: Über Talented haben wir eine Menge Leute kennengelernt und gerade der Sieg und das Finale helfen uns heute noch, da wir gerade versuchen wollen, in Hamburg als Landeier Fuß zu fassen. Wir haben aber auch nach jedem Auftritt viel strenger reflektiert, wie das ganze Konzept „Roast Apple“ wohl beim Publikum ankam, das macht man bei normalen Auftritten vielleicht nicht so sehr und half uns auch ungemein. Und dann solche Dinge wie die Expo in Mailand live zu erleben und sogar Teil dieses Wahnsinns gewesen zu sein, hat natürlich seine Vorzüge!

Talented: Was sind Eure Pläne mit Roast Apple?

Roast Apple: Rouven und ich (Finn-Bo) ziehen gerade zum September um, um in Hamburg zu studieren, die anderen beiden kommen im Januar nach und von daher werden mal sehen, was wir von da aus alles so aufmischen können.
Wir schreiben gerade noch wie wild an neuen Songs, gehen da aber auch seeehr akribisch und diszipliniert ran, sodass das alles seine Zeit dauert, aber hoffentlich Anfang nächsten Jahres aufgenommen werden kann.

Talented: Vielen Dank für das Interview.

Die nächsten Auftritte der „Bratäpfel“ könnt ihr auf roastapple.com und Facebook verfolgen.